Buchtipp: Patienten wollen mehr als Schulmedizin

Unkonventionelle und supportive Therapiestrategien

5 1 onkologie„Herr Doktor, wie kann ich selbst zu meiner Heilung beitragen?”
Mit dieser Frage werden heute viele Ärzte konfrontiert. Das verdeutlicht das Bedürfnis von Patienten, selbst aktiv zum Behandlungserfolg beizutragen. Letztlich zielt die Frage in Richtung der komplementären Therapiestrategien.

Dazu gehören unter anderem Sport- und Bewegungstherapie, Ernährungskonzepte, Psychoonkologie und die so genannten unkonventionellen Medikamente. Und genau an diesem Punkt kann es diffizil werden. Denn das Spektrum der komplementären Therapieverfahren ist nicht nur breit gefächert, sondern auch äußerst schillernd. Ein Dschungel also, in den sich so mancher Patient alleine wagt, wenn er von seinem Arzt mit seinen Fragen allein gelassen wird.
Diese Erkenntnis war für Prof. Clemens Unger und Prof. Joachim Weis Anlass, einen Kompass herauszugeben, der einen Weg durch das auf den ersten Blick undurchschaubare Dickicht an Therapien und Theorien weist. “Onkologie – Unkonventionelle und supportive Therapiestrategien”, so der Titel des im Februar 2005 erschienenen Bandes. Die Autoren geben damit allen medizinischen und psychosozialen Berufsgruppen, die in der Krebstherapie tätig sind, einen Leitfaden in die Hand, um ihre Patienten zu informieren, sie in der Krankheitsbewältigung zu unterstützen und vor Scharlatanen zu schützen.

 


Clemens Unger, Joachim Weis (Hg.)
Onkologie – unkonventionelle und supportive Therapiestrategien
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2005
196 Seiten, 24,- EUR, ISBN 3-8047-2101-X

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