Ursachen von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Genetische Faktoren können eine Rolle spielen

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 12.600 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Diagnose trifft die Patienten und ihre Angehörigen meist völlig unvorbereitet, und die Erkrankung schockiert häufig durch ihren schnellen Verlauf.

Die Wahrscheinlichkeit, an  Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, kann auch durch genetische Faktoren beeinflusst sein. Dies sind die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie, die im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurden. Danach haben Personen, in deren Familie ein einzelner Fall von Bauchspeicheldrüsenkrebs auftrat ein zweieinhalbfach erhöhtes Risiko, ebenfalls an diesem Krebs zu erkranken. Die Forscher untersuchten dazu mehr als 9.000 Personen aus etwa 1.700 Familien. In Familien mit mehreren Betroffenen war das Risiko nahezu um das Siebenfache erhöht. In diesen Familien  spielte auch das Erkrankungsalter eine große Rolle. Die Forscher fanden heraus, dass das Erkrankungsrisiko für Familienangehörige besonders hoch ausfällt, wenn ein Familienmitglied bei der Diagnose jünger als 50 Jahre war. In diesem Fall stieg das Erkrankungsrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung sogar um das Neunfache an.

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft; Journal of the National Cancer Institute, 12. Jan. 2010;
http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/djp466v1

© 2017 Kirstins Weg - Verein zur Förderung der Krebsmedizin e.V., Kirstin Diehl-Stiftung