Studie Komplementärmedizin

Anti-Hormontherapie
Natürliche Mittel bei Hitzewallungen und menopausale Beschwerden


Barbara Riess

Viele Brustkrebspatientinnen, die sich einer anti-hormonellen Therapie unterziehen müssen, leiden unter ausgeprägten klimakterischen Beschwerden. Im Vordergrund stehen meist Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Zusätzlich klagen die Betroffenen häufig über Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit sowie über körperliche und geistige Erschöpfung. Im Rahmen einer Studie wird derzeit an der Klinik für Tumorbiologie untersucht, welche komplementärmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten gegen diese Beschwerden eingesetzt werden können.

Komplementäre Verfahren bei der Behandlung von Krebs

Chance auf bessere Verträglichkeit aggressiver Therapien


Dr. med. Marc Azémar

Angesichts der Nebenwirkungen, welche die klassische Krebsbehandlung und auch die modernen, zielgerichteten Therapien zur Folge haben können, ist es nur allzu verständlich, dass Patienten nach  weniger aggressiven Verfahren verlangen. Bis hier Erfolge zu verbuchen sind, bleibt nur die Möglichkeit, die klassische Krebstherapie durch Verfahren zu ergänzen, welche die Nebenwirkungen abschwächen, die Abwehrkräfte stärken und die körpereigenen Ressourcen fördern. Und diese Chance sollte unbedingt genutzt werden.

Transparenz und Sicherheit für den Patienten

Auch das Gespräch und die Beratung sind Teil der Therapie


Solveig Dietrich, GKP
Dr. med. Lars Pletschen

„Uns Mediziner interessiert allein die Krankheit im Menschen, nicht der Mensch in der Krankheit“, so kritisierte einst Prof. Dr. Gerd Nagel, Initiator der Klinik für Tumorbiologie, eine früher nur allzu geläufige Denkweise in der Onkologie. Dieser pathotropen, das heißt krankheitszentrierten Denkweise nicht anheimzufallen, gehört zur Philosophie der Klinik für Tumorbiologie. Demzufolge ist es eine wesentliche Aufgabe des Behandlungsteams (Ärzte, Pflege, Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten), die Sorgen und Ängste der Patienten bereits im Vorfeld der Behandlung wahrzunehmen und Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung zu geben.

Komplementärmedizinische Beratung

Suche nach Konsens Naturheilkunde und Schulmedizin


Dr. med. Matthias Rostock

Der Begriff „komplementäre“ oder „ergänzende Therapien“ wird je nach Definition enger oder weiter gefasst. Es gibt eine Reihe von nichtmedikamentösen Therapien, die ergänzend zur spezifischen Krebsbehandlung zu empfehlen sind. In der Klinik für Tumorbiologie können die Patienten zum Beispiel an folgenden Angeboten teilnehmen: Sport- und Bewegungstherapie, physikalische- und Physiotherapie, ernährungsmedizinische Konzepte, psychologische Gespräche und Gruppenangebote sowie künstlerische Therapien.

Der Heilkraft der Natur auf der Spur

Wiederentdeckung und Weiterentwicklung alter Hausmittel


Alexandra Kammerer, GKP
Dr. med. Matthias Rostock
Dr. med. Marc Azemar

Die Arbeitsgruppe für komplementäre Pflegemethoden ist seit Eröffnung der Klinik für Tumorbiologie der Heilkraft aus der Natur auf der Spur. Dabei stellten sich folgende Fragen: Welche Anwendungen sind hilfreich, sinnvoll und praktikabel, um Patienten während und nach der Krebstherapie zu unterstützen? Wie kann die Lebensqualität für onkologische Patienten gefördert und erhalten werden? Im Laufe der Jahre wurden alte Hausmittel wiederbelebt und Teemischungen weiterentwickelt, Patienten brachten eigene Erfahrungen ein und Pflegende wurden in verschiedenen Einreibe- und Massagetechniken geschult. So haben sich einige Methoden im alltäglichen Ablauf etabliert, während andere verworfen wurden. Dieser Prozess befindet sich in kontinuierlicher Entwicklung. Im Folgenden soll dies mit einigen Beispielen beleuchtet werden.

Naturheilkunde und Komplementärmedizin

Wann müssen die Patienten selbst in die Tasche greifen?


Dr. med. Matthias Rostock

Mit der Gesundheitsreform im Jahr 2004 wurde der größte Teil der komplementärmedizinischen Präparate und Therapieverfahren aus der Erstattungsfähigkeit herausgenommen. Es wurde festgelegt, dass nur noch rezeptpflichtige Arzneimittel von den Krankenkassen bezahlt werden sollen.

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