Das Problem: Um tatsächlich etwas gegen den Tumor auszurichten, reicht es nicht, den Reis oder den Eintopf mit Kurkuma zu würzen. Um einen Effekt zu erreichen, müssen deutlich größere Mengen verzehrt werden (mindestens zwölf Gramm täglich), denn der Wirkstoff ist nicht wasserlöslich und wird von Körper sehr schnell wieder ausgeschieden. Wie kann also das wertvolle Curcumin besser für die Gesundheit genutzt werden? Diese Frage stellten sich Ernährungswissenschaftler der Universität Hohenheim. Unter ihrer Regie und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wollen verschiedene Forscherteams nun versuchen, die Nutzbarkeit von Kurkuma zu verbessern. Sie arbeiten an eine Strategie, den Wirkstoff Curcumin so zu „verpacken“, dass er in höherer Dosierung in den Körper transportiert werden kann. Außerdem wollen sie versuchen, den Ablenkungsstrategien zu entwickeln, den Körper daran hindern, Curcumin gleich wieder auszuscheiden. Bei dem breit gefächerten Forschungsprojekt geht es nicht nur um die Hemmung von Entzündungen und Krebserkrankungen. Es soll auch untersucht werden, ob der Wirkstoff altersbedingte Gefäßerkrankungen im Gehirn verlangsamen und damit das Alzheimerrisiko senken kann.

ernaehrung kurkuma

Curcuma longa ist eine aus Südostasien stammende Unterart der Kurkuma-Pfl anze, gehört zu den Ingwergewächsen und wird meist in Currymischungen verwendet.

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