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Omega-3 Fettsäuren senken das Krebsrisiko


Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Massing

Marine Phospholipide (MPL) sind eine sehr effiziente und zudem ausgezeichnet verträgliche Quelle von Omega- 3-Fettsäuren, die als Kapseln für Patienten zur Verfügung stehen (Vitalipin). Marine Phospholipide werden aus wertvollem Lachsrogen gewonnen und enthalten einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die an ganz besondere Fettmoleküle, sogenannte Phospholipide gebunden sind. Auf diese Weise können sie vom Körper besonders gut aufgenommen werden.

Aktuelle Studien zeigen, dass eine hohe Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren (in Form von Fisch), das Risiko, an einem aggressiven, metastasierenden Prostatakarzinom zu erkranken, stark vermindern kann. Bei mehr als drei Fischmahlzeiten pro Woche halbiert sich das Risiko im Vergleich zu geringem Fischverzehr. Auch bei Patienten mit einer bestimmten genetischen Veranlagung für das aggressive, metastasierende Protatatakarzinom wird das Risiko durch eine hohe Fischaufnahme auf das Normalmaß zurückgeführt. Daher empfiehlt sich für Patienten, die – aus unterschiedlichen Gründen – nicht in der Lage sind, regelmäßig Fisch zu essen, die alternative Einnahme hoch dosierter mariner Phospholipide. Die gute Verträglichkeit (insbesondere kein fi schiges Aufstoßen) ermöglicht eine dauerhafte Einnahme. Um den positiven Einfluss von mariner Phospolipide auf den Krankheitsverlauf von Prostatakarzinom-Patienten genauer zu untersuchen, wurde 2010 an der Klinik für Tumorbiologie, dem Lorettokrankenhaus und einer urologischen Praxis in Freiburg eine Studie mit 100 Patienten mit Prostatakrebs durchgeführt, bei der als ein wichtiger Aspekt auch der Einfluss der Substanz auf den Verlauf des PSA-Werts untersucht wird. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und läuft bis Mitte 2011.

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Gewichtsverlust

Außerdem wird an der Klinik für Tumorbiologie die Substanz im Rahmen einer von der Kirstin Diehl-Stiftung geförderten Studie bereits sehr erfolgreich eingesetzt, um die Stabilisierung des Körpergewichtes von Patienten mit krebsbedingtem Gewichtsverlust zu überprüfen. Bereits mit einer geringen Tagesdosis von drei Kapseln konnte das Gewicht der Patienten stabilisiert werden. Zudem war die Verträglichkeit sehr gut und es wurde ein Trend zu erhöhter Lebensqualität und Appetit gesehen.

Zurzeit findet im Rahmen des internationalen Pankreaszentrums des Universitätsklinikums Freiburg und der Klinik für Tumorbiologie eine Studie statt, bei der die Substanz zur Verringerung des Gewichtsverlustes bei Patienten mit Pankreaskarzinom untersucht wird.  

 

Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Massing
Leiter der Abteilung
Lipide und Liposomen
Klinik für Tumorbiologie  

 

ProstaGen-Studie

Um den Verlauf einer Prostatakrebserkrankung besser einschätzen zu können, werden derzeit an der Klinik für Tumorbiologie im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie (ProstaGen-Studie) die Grundlagen für ein neues Testverfahren entwickelt. Die Idee zur Studie basiert auf dem gut erforschten Zusammenhang zwischen dem Prostatakrebs-Risko und dem Verzehr von Fisch. Interessierte Männer mit Prostatakrebs, die keine Allergie gegen Meerestiere haben und die derzeit kein Omega-3-Produkt einnehmen, können an der Studie teilnehmen.
Information
Telefon 0761 206-1220

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