marine phospholipide

Marine Phospholipide (MPL) sind neue, sehr effiziente und gut verträgliche Omega-3-Fettsäuren, die als Kapseln zur Verfügung stehen (Vitalipin). Sie werden aus Lachsrogen gewonnen und enthalten einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die an spezielle Fettmoleküle, sogenannte Phospholipide gebunden sind. Auf diese Weise können sie vom Körper besonders gut aufgenommen werden.

Aktuelle Studien zeigen, dass eine hohe Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren (in Form von Fisch), das Risiko, an einem aggressiven, metastasierenden Prostatakarzinom zu erkranken, vermindern kann. Bei mehr als drei Fischmahlzeiten pro Woche halbiert sich das Risiko im Vergleich zu geringer Fischaufnahme.

Auch bei Patienten mit einer bestimmten genetischen Veranlagung für das aggressive, metastasierende Protatatakarzinom wird das Risiko durch eine hohe Fischaufnahme auf das Normalmaß zurückgeführt. Daher empfiehlt sich auch für Patienten, die nicht in der Lage sind, regelmäßig Fisch zu essen, die alternative Einnahme hoch dosierter mariner Phospholipide. Die gute Verträglichkeit (insbesondere kein fischiges Aufstoßen) ermöglicht eine dauerhafte Einnahme der Kapseln.

Um den Einfluss mariner Phospholipide auf den Krankheitsverlauf und den PSA-Verlauf genauer zu untersuchen, wird seit derzeit eine Studie durchgeführt (Informationen: Tel. 0761 - 206 1220).

 

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Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Massing
Leiter der Abteilung Lipide Liposomen,
Klinik für Tumorbiologie

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