zellschutzkostBrokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Chinakohl oder lieber Brunnenkresse: Diese Kreuzblütler stehen mit ihrer krebshemmenden Wirkung an vorderster Front aller Obst- und Gemüsearten. Beim Kauvorgang werden aus dem Kohl Glucosinolate frei, die zu Wirkstoffen wie Sulforaphan umgesetzt werden. Diese können die Entgiftung krebsauslösender, toxischer Substanzen beschleunigen, den Tod von Tumorzellen direkt auslösen und Bakterien entgegen wirken.
Zwiebeln bringen nicht nur Köche zum Weinen - auch Krebszellen fürchten ihre Wirkung. Egal ob Knoblauch, Lauch, Schalotten, Lauchzwiebeln oder Zwiebeln, die Schwefelverbindungen dieser Gemüsearten können verhindern, dass Substanzen am Erbgut Schaden anrichten und damit eine krebsauslösende Wirkung entfalten. Wirkstoffe aus dem Knoblauch haben die Fähigkeit, die unbeschränkte Ausbreitung von Tumorzellen zu begrenzen, sowie deren Möglichkeit, sich chemotherapeutischen Medikamenten zu entziehen.

Kurkuma, das Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse gilt als Grundnahrungsmittel der Inder. Der Wirkstoff Curcumin kann in die Entstehung und weitere Entwicklung einer Krebserkrankung eingreifen, unter anderem durch Hemmung des Krebszellen-Wachstums. Seine entzündungshemmende Wirkung ist nachweislich bei Dickdarmkrebs vorteilhaft.

Grüner Tee ist eines der beliebtesten und wahrscheinlich gesündesten Getränke in Asien. Die wichtigsten Inhaltsstoffe, die Catechine, weisen krebshemmende Eigenschaften auf. Sie können die Neubildung von Blutgefäßen verhindern und die Neubildung von Krebsvorstufen sowie von Krebszellen blockieren. Eine optimale Aufnahme von Catechinen kann durch täglich drei Tassen Grüntee (zum Beispiel Sencha oder Gyokuro) erreicht werden.

zellschutzkostBeeren gewinnen gerade in der Sommerzeit in der Ernährung an Bedeutung. Mit ihren Pigmenten erreichen auch krebshemmende Polyphenole wie Ellagsäure, Anthocyanidine und Proanthocyanidine unseren Körper. In ihrem Gehalt an Antioxidantien nehmen die Beeren eine Spitzenstellung vor allen anderen Obst- und Gemüsesorten ein.

Tomaten, feuerrot und voll ausgereift, lassen erahnen, dass die rote Farbe nicht nur der Schönheit dient: Lycopin, ein sekundärer Pflanzeninhaltsstoff aus der Gruppe der Carotinoide, wird als „UV-Filter“ eingebaut. Im Körper aufgenommen kann Lycopin durch Hemmung des Gewebewachstums der Entwicklung von Krebs entgegen wirken, vor allem auch bei der altersbedingten Entwicklung eines Prostatakarzinoms.

Orangen, Grapefruits, Zitronen und all die anderen Citrus-Verwandten bieten durch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe eine Schutzkost gegen Krebs. Terpene und Flavanone können Entzündungsprozesse, die immer mit einer Krebserkrankung einhergehen, im Zaum halten, indem sie durchlässige Gefäße abdichten. Sie können das Tumorwachstum blockieren und die körpereigenen Entgiftungssysteme verstärken.

 

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Dr. med. Jann Arends
Oberarzt
Klinik für Tumorbiologie

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