gefuelltetomatenEinkaufszettel:
4 große Fleischtomaten

Für die Füllung:
100 Gramm Bulgur
ca. 1/4 Liter Gemüsebrühe
50 Gramm Feta-Käse
1 kleine Gartengurke
30 Gramm Walnusskerne
ein paar gemischte Kräuter
(z.B. Thymian, Zitronenmelisse, Basilikum)
gegebenenfalls Tabasco
oder Harissa

Für die Soße:
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Die Grilltomate als Beilage hält sich hartnäckig auf vielen Speisekarten, obwohl sie einen eher zweifelhaften kulinarischen Ruf genießt. Viele Köche machen sich nämlich nicht einmal die Mühe, den wässrigen Inhalt herauszunehmen. Die Folgen dieser Schlamperei: Schneidet man die Grilltomate an, ergießt sich ein Schwall hellen Tomatenwassers in den Teller und ruiniert auf einen Schlag die dort befindliche Soße. Deshalb: wenn schon heiße Tomaten aus dem Backofen, dann mit einer schmackhaften Füllung und auch gleich als Hauptmahlzeit.

Bei der Füllung gibt es nicht die klassische Hackfleischversion, sondern eine vegetarische Variante. Grundlage der Füllung ist Bulgur. Diese gedarrten und geschroteten Weizenkörner haben ein kräftiges, leicht nussiges Aroma. Damit die Füllung nicht matschig wird, sollte man nur grob geschroteten Bulgur verwenden. Aber auch Reis kann als Füllung verwendet werden.

Der Bulgur wird in Gemüsebrühe weich gekocht – wie lange genau das dauert, steht auf der Packung. Von den Tomaten wird der Deckel abgeschnitten und dann das Innere mit einem Teelöffel herausgekratzt. Soweit es sich um Fruchtfleisch handelt, wird dieses in kleine Stücke geschnitten. Der wässrige Rest wird in ein Sieb gegeben, so dass die Körnchen herausgefiltert werden. Tomatenwürfel und -wasser beiseite stellen, beides wird noch gebraucht.

Die Gurke wird geschält und der Länge nach halbiert. Dann werden mit einem Teelöffel die Kerne herausgeschabt. Nun das schiere Gurkenfleisch klein würfeln. Größenmaß: das Viertel eines Würfelzuckers. Die Walnusskerne werden wie die Kräuter grob gehackt Der Fetakäse wird fein zerbröselt.

Sodann werden alle Zutaten – also Bulgur, Gurkenwürfel, Fetakäse, Kräuter und Wallnüsse – in einer Schüssel gut miteinander vermengt. Diese Masse muss noch abgeschmeckt werden mit Salz und Pfeffer. Wer es scharf mag, rührt noch ein paar Tropfen Tabasco oder ein bisschen Harissa-Paste hinein. Eine Spur Senf ist ebenfalls apart. Damit werden die Tomaten gefüllt, und der Deckel kommt oben drauf.

Nun dünsten wir noch die fein geschnittenen Schalotten in einer Pfanne in etwas Olivenöl an, drücken eine Knoblauchzehe dazu und geben die Tomatenfleischwürfel und das Tomatenwasser dazu. Mit einem Schuss Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer schmecken wir ab. Diese Soße wird in eine feuerfeste Form geschüttet, die so groß sein muss, dass die Tomaten nebeneinander hinein gesetzt werden können.

Den Rest erledigt der auf 220 Grad vorgeheizte Backofen: Dort hinein  kommt diese Fuhre für rund zwanzig Minuten. Ein Stück Baguette, mit dem man die Soße auftunken kann, ist eine prima Beilage.

Was zeichnet dieses Gericht aus?
An diesem Gericht gibt es nicht Schlechtes: Zunächst wurde auf das klassische Hackfleisch mit seinen vielen Omega-6-Fettsäuren verzichtet. Omega-6-Fettsäuren, insbesondere die Arachidonsäure können Entzündungsprozesse anregen, für stärkeres Tumorwachstum sorgen und eine Metastasierung begünstigen. Stattdessen wird Bulgur – geschroteter Weizen – verwendet. Im Vergleich zu Fleisch hat Bulgur keine Arachidonsäure und natürlich weniger Fett. Es wurden aber nicht nur die „schlechten“ Fettsäuren weggelassen, sondern durch die Walnüsse auch sehr positive Fettsäuren zugefügt. Walnüsse enthalten im Vergleich zu anderen Nüssen recht viel der alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure, die letztlich antientzündlich wirken kann.

Letztlich sehr gut sind auch die vielen Tomaten, die reichlich Lycopin enthalten, welches zellschützend wirkt und welches auch den PSA-Wert positiv beeinflussen kann.

Aus dem Buch „Essen fast wie gewohnt“

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