Einkaufszettel:
700 Gramm Tomaten,
400 Gramm Fischfilet,
2 Schalotten,
mind. 3 Knoblauchzehen,
1 gutes Stück frischen Ingwer,
1/2 Liter Flüssigkeit
(Wasser, trockener Weißwein,
Gemüsebrühe, Fischfond),
Kräuter (Thymian, Lorbeerblatt),
1 kleine scharfe Chilischote,
Saft von einer halben Zitrone,
Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl,
1/2 Bund glatte Petersilie,
1/2 Pfund Pellkartoffeln oder auch Weißbrot

fischmittomateUm das Ergebnis unseres heutigen Küchenaufenthaltes vorwegzunehmen: es wird irgendwo zwischen Fischsuppe und Fischeintopf liegen. Und auch das vorweg: es wird ein leichtes Essen werden, denn mehr Fett als ein bis zwei Esslöffel Olivenöl braucht man für die Zubereitung nicht. Der erste Arbeitsgang: die Tomaten werden geviertelt, das wässerige Innere nebst den Kernen wird entfernt, und dann wird das Tomatenfleisch in grobe Stücke geschnitten.

Als nächstes werden die Schalotten und die Knoblauchzehen gepellt und fein gewürfelt. Der Ingwer wird geschält und ebenfalls in ganz kleine Würfelchen geschnitten. In einem Topf wird das alles in etwas Olivenöl angedünstet, so lange, bis die Schalotten glasig sind. Dann kommen die Tomatenwürfel dazu, Fisch mit Tomaten ferner die Kräuter, und das alles zusammen sollte noch ein paar Minuten vor sich hin dünsten und schmurgeln. Dann kommt die Flüssigkeit dazu, das kann eine Halbe-Halbe-Mischung aus einem trockenen Weißwein und Wasser sein, auch eine leichte Gemüsebrühe geht gut. Gegen ein Glas Fischfond ist auch nichts einzuwenden. Das lassen wir nun etwa zwanzig Minuten leise köcheln, und zwar ohne Deckel, damit es etwas einkocht. In der Zwischenzeit wird der Fisch hergerichtet. Rein geschmacklich eignet sich fast jede Sorte.

Der Fisch (Filet) wird unter fließendem Wasser abgewaschen, in mundgerechte Würfel geschnitten, leicht gesalzen und großzügig mit Zitronensaft beträufelt. Nun geht es ans Abschmecken der Tomatensoße: Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker auf jeden Fall, ein Schuss Balsamico-Essig vielleicht, ein Prise Curry für alle, die das mögen. Da kommen nun die Fischstücke hinein. Etwa fünf Minuten lässt man sie darin gar ziehen, das genügt, stark kochen sollte es nicht mehr. Zum Schluss wird noch fein gehackte Petersilie obenauf gestreut. Das wäre die Grundvariante, zu der ein Stück Brot zum Auftunken der Soße bestens passt. Wenn man das Essen jedoch noch mehr in Richtung Eintopf und damit hin zur Hauptmahlzeit trimmen möchte, dann kocht man separat noch Pellkartoffeln, schneidet diese in kleine Würfel und gibt sie mit dazu.

Was zeichnet das Gericht aus?
Wir haben hier bewusst keine bestimmte Fischsorte vorgeschlagen. Dem liegt die Idee zugrunde, dass Sie selber in die Tabelle schauen (S. 12 im Kochbuch) und zwei Dinge herausfinden: welcher Fisch schmeckt mir und – ganz wichtig – welcher Fisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren (auch auf das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren achten). Denn Omega-3-Fettsäuren, EPA sowie DHA wird die Fähigkeit zugesprochen, das Tumorwachstum verlangsamen und auch die Bildung von Metastasen verhindern zu können. Aber nicht nur im Hinblick auf Krebs, auch auf Herz-Kreislauferkrankungen können diese Fettsäuren sehr positiv bewertet werden. Dieses Gericht enthält außerdem Tomaten. Diese werden nicht gehäutet, was seinen Grund darin hat, dass das Lycopin, ein wichtiges Antioxidans aus Tomaten, sich zu großen Teilen in der Schale befindet. Für Lycopin wird berichtet, dass es das Tumorwachstum verzögern kann. Eine Erniedrigung des PSA-Wertes durch Lycopin wird diskutiert. Alle anderen Zutaten sind auch günstig: Zwiebel und insbesondere Knoblauch enthalten Selen, das eine Rolle in antioxidativen Prozessen spielt. Ingwer wirkt antientzündlich, Weißwein enthält antioxidativ wirksame Polyphenole, und last but not least enthält die Chili-Schote den „Scharfmacher“ Capsaicin, der an isolierten Krebszellen eine wachstumshemmende Wirkung zeigt.


Hans-Albert Stechl,
Arwen Hodina,
Ulrich Massing

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