Arnika (arnica montana)

Die Planze aus den Bergen

Sabine Gärtner GKP

arnikaIm Volksmund wird Arnika auch Bergwohlverleih genannt, da sie überwiegend auf sonnigen, kieselhaltigen, nährstoffarmen sauren Moor- und Bergwiesen wächst. Die krautige Arnikastaude wird 40 bis 50 Zentimeter hoch. Aus einem kriechenden Wurzelstock bildet sich zunächst ein Kreis aus eiförmigen, gelblichgrün gefärbten, grundständigen Blättern. Ein Jahr später entwickelt sich ein leicht behaarter, aufrecht wachsender, wenig verästelter Stängel. In der Zeit zwischen Mai und August bilden sich die fünf bis acht Zentimeter großen, leuchtend gold- bis orangegelbe Blüten.

Arnika ist selten geworden und steht inzwischen auf der roten Liste der gefährdeten Arten und damit unter Naturschutz, das heißt, die Pfl anze darf nicht gesammelt werden. Im Schwarzwald und in den benachbarten Vogesen gibt es einige hochgelegene Orte, an denen Arnika auch heute noch reichlich gedeiht. Diese Wiesen leuchten in der Sonne gelborange.

In der Mythologie wird Arnika als Kraftpflanze angesehen. Sie ist seit dem 18. Jahrhundert als Allheilmittel bekannt und als solches finden die getrockneten Blütenstände bis heute Verwendung. Arnika ist bekannt für seine antibakterielle, entzündungshemmende, krampflösende und schmerzstillende Wirkung.

Meist wird Arnika äußerlich als Tinktur angewandt und kommt überwiegend nach Quetschungen, Prellungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Venenerkrankungen sowie bei Muskel- und Gelenkbeschwerden zum Einsatz. Allerdings können bei der Anwendung auch die bei Korbblütler typischen allergischen Reaktionen auftreten.

Innerlich sollte Arnika nicht in Eigenmedikation eingesetzt werden, da sie das giftige Helenalin in allen Pfl anzenteilen enthält. Weitere Inhaltsstoffe sind Kieselsäure, Gerbsäure, Kalisalze, Harze, kampferartige Stoffe, zahlreiche ätherische Öle, Sequiterpenlactone, Flavanoide, Cumarine, Kaffeesäurederivate und Bitterstoffe.

Sabine Gärtner GKP

Arnikalösung
Zur Herstellung einer Arnikalösung gibt man einen Teelöffel Arnika Essenz in einen viertel Liter kaltes Wasser. In diese Lösung legt man ein Baumwoll- oder Leinentuch und platziert dieses ausgewrungen auf die schmerzende oder verletzte Stelle. (Es empfi ehlt sich, vorher einen Nässeschutz unterzulegen.) Nach fünf Minuten wird die Haut auf Rötung untersucht. Bei guter Verträglichkeit kann die Kompresse 15 Minuten aufgelegt bleiben. Dies kann mehrmals pro Tag wiederholt werden. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Hautoberfläche verschlossen ist, das heißt. keine offene Wunde aufweist. 

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