Zimt – wohltuende Wärme

Sabine Gärtner

zimtZimt ist nicht nur ein leckeres Gewürz zum Backen und Würzen von Süßspeisen - vor allem zur Weihnachtszeit. Relativ unbekannt ist jedoch, dass der Zimt ein ausgesprochen vielfältiges Heilmittel ist. Zimtrinde ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v. Chr. verwendet wurde. Einzug in den Therapieschatz europäischer Apotheker und Ärzte hielt die Zimtrinde im späten Mittelalter. Ihren wissenschaftlichen Höhepunkt erlangte sie allerdings erst im 18. Jahrhundert, was sich durch umfangreiche Literatur belegen lässt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert gilt Zimt als eines der besonders teuren und kostbaren Gewürze. So verbrannte der Kaufmann Anton Fugger 1530 die Schuldscheine von Karl V. vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen und demonstrierte damit seinen Reichtum.

Die Herkunftsländer des Zimt sind Sri Lanka (Ceylonzimt/Cinnamomum zeylanicum) und China (Cinnamomum cassia). Zimt ist stark duftend und süß. Seine Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Gerbsäuren, Schleim, Gummi, Zucker und Cumarin. Gerade Cumarin, das vor allem in der Cassiasorte vorkommt, ist in den letzten Jahren in Verruf geraten. In hohen Dosen kann Cumarin gesundheitsschädlich sein. Aus diesem Grund sollte man hochwertigen Ceylonzimt verwenden, der einen geringeren Cumarinanteil hat. Aber auch Ceylonzimt hat eine blutzuckersenkende Wirkung. Insbesondere bei Diabetes und anderen Erkrankungen, die mit verändertem Blutzuckerspiegel einhergehen, ist deshalb Vorsicht geboten.

Der stark duftende und wärmende Zimt eignet sich für alle möglichen „kalten“ Zustände. Zimttee stärkt nicht nur und wirkt antibakteriell, er wirkt auch gegen die meisten Erkältungssymptome. Außerdem stärkt er die Verdauung, er hilft bei Blähungen, Völlegefühl, leichten krampfartigen Magen-Darm Störungen und Magenschmerzen. Ferner wirkt Zimt appetitanregend, fördert die Durchblutung und regt den Kreislauf an.

Zur Teeherstellung werden einige gemörserte Zimtstangen mit kochendem Wasser überbrüht und zehn Minuten ziehen. Den Tee warm trinken, am besten zehn Minuten vor dem Essen.

Äußerlich angewandt reizt Zimt die Haut, deshalb ist hier Vorsicht geboten. Die Durchblutung wird an der Stelle der Anwendung stark gefördert und bei vorsichtiger Dosierung können Schmerzen gelindert werden. Durch die entkrampfende Wirkung kann man Zimt auch gegen Verspannungen einsetzen.

 

zimt gaertner 

Sabine Gärtner
B.A. Management
Gesundheitswesen

© 2017 Kirstins Weg - Verein zur Förderung der Krebsmedizin e.V., Kirstin Diehl-Stiftung